Antobot skaliert UV-C-Roboter für den Erdbeeranbau mit 300 geplanten Einsätzen
Das britische Agtech-Unternehmen Antobot beschleunigt seine kommerzielle Expansion und plant für das kommende Jahr den Einsatz von 300 autonomen Robotern im Erdbeeranbau. Die Technologie nutzt ultraviolettes Licht, um die DNA von Pilzpathogenen wie echtem Mehltau zu schädigen und deren Vermehrung ohne den Einsatz chemischer Fungizide zu verhindern.
Neben der Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes zeigen Felddaten eine verbesserte Vitalität des Pflanzenbestands sowie messbare Ertragssteigerungen. Zusätzlich zur Krankheitsbekämpfung sind die Einheiten mit Scouting-Modulen ausgestattet, die Fruchtgröße und Reifegrad erfassen, um Betrieben präzise Daten für Ertragsprognosen zu liefern.
Bisher bot das Unternehmen die Maschinen primär im Rahmen eines Servicemodells an, stellt nun jedoch auf den Direktkauf um. Möglich wird dies durch Investitionsförderungen und Zuschüsse für landwirtschaftliche Maschinen in Märkten wie Großbritannien und Spanien, die den Erwerb von Robotik für Beerenproduzenten erleichtern.
Antobot ist derzeit in mehreren europäischen Ländern sowie in Nordamerika aktiv. Europäische Beerenbauern stehen zunehmend unter dem Druck des Handels, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln zu minimieren, wodurch chemiefreie physikalische Behandlungsverfahren an Bedeutung gewinnen.
Was das für Landwirte bedeutet: Der Einsatz autonomer UV-C-Systeme ermöglicht es Erdbeerproduzenten, Fungizidkosten zu senken und gleichzeitig strengen Rückstandsvorgaben des Lebensmitteleinzelhandels gerecht zu werden. Betriebe sollten prüfen, inwieweit regionale Fördermittel für die Anschaffung von Feldrobotern infrage kommen.
— Redaktion agronom.work