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Kartierung von Bambusbohnen eröffnet neue Wege für den dürreresistenten Ackerbau

Kartierung von Bambusbohnen eröffnet neue Wege für den dürreresistenten Ackerbau

Angesichts zunehmender Klimaschwankungen und extremer Wetterereignisse geraten traditionelle Getreidearten wie Mais, Weizen und Reis weltweit unter Druck. Um Ernteausfälle bei anhaltender Trockenheit abzufedern, rücken klimaresistente Wild- und Kulturpflanzen stärker in den Fokus der Agrarwissenschaft. Im südlichen Afrika gilt die Bambusbohne – eine proteinreiche und extrem trockenetolerante Leguminose – als vielversprechende Alternative für marginale Standorte.

Ein aktuelles Forschungsprojekt hat nun die Planungsgrundlage für den Anbau dieser vernachlässigten Kulturpflanze deutlich verbessert. Statt auf herkömmliche saisonale Durchschnittswerte zu vertrauen, die aufgrund des Klimawandels immer unzuverlässiger werden, nutzten Wissenschaftler tagesaktuelle Wetterdaten zur Modellierung optimaler Aussaatfenster und Anbaugebiete in Eswatini und Südafrika. Diese hochauflösenden Karten erlauben eine präzisere agronomische Planung auf Feldebene.

Für landwirtschaftliche Betriebe stellt die Integration solcher Kulturen ein wertvolles Instrument zur Risikominimierung dar. Da der Maisanbau in vielen Teilen der Region durch ausbleibende Niederschläge massiv gefährdet ist, bietet der Anbau robuster Leguminosen eine wirtschaftliche Absicherung. Zudem binden Hülsenfrüchte Luftstickstoff im Boden, was den Düngemittelbedarf nachfolgender Kulturen in der Fruchtfolge reduziert und die Bodenfruchtbarkeit langfristig schützt.

Dennoch stehen Landwirte vor logistischen Herausforderungen, wenn es um die Kommerzialisierung solcher Nischenfrüchte geht. Bestehende Lieferketten, Saatgutmärkte und Erntetechniken sind meist stark auf Massengetreide ausgerichtet. Um den Anbau in größerem Stil rentabel zu machen, sind Investitionen in die lokale Verarbeitungsinfrastruktur und gezielte landwirtschaftliche Beratung notwendig.

Was das für Landwirte bedeutet: Der Anbau dürreresistenter Kulturen bietet einen wichtigen biologischen Puffer gegen Ernteausfälle in trockenen Jahren. Agronomen sollten lokale Wetter- und Kartierungsdaten nutzen, um Aussaatzeitpunkte exakt zu bestimmen und die betriebliche Wertschöpfungskette für neue Fruchtarten abzusichern.

— Redaktion agronom.work