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Neues Denken im Reisanbau: Geringere Methanemissionen und höhere Erträge durch Wassermanagement

Neues Denken im Reisanbau: Geringere Methanemissionen und höhere Erträge durch Wassermanagement

Reis ist nach wie vor ein Grundpfeiler der globalen Ernährungssicherheit und ernährt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Die traditionelle, dauerhafte Überschwemmung von Reisfeldern schafft jedoch ideale anaerobe Bedingungen für methanproduzierende Bakterien, weshalb der Reisanbau erheblich zu den landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen beiträgt. Angesichts verschärfter internationaler Klimaziele steht der Sektor unter wachsendem Druck, produktive Landwirtschaft mit Umweltschutz zu vereinbaren.

Eine vielversprechende Lösung, die unter Agronomen und fortschrittlichen Betriebsleitern an Boden gewinnt, ist die alternative Bewässerung und Trocknung, bekannt als AWD (Alternative Wetting and Drying). Anstatt die Felder permanent unter Wasser zu halten, sieht diese Methode vor, den Boden in bestimmten Wachstumsstadien vor der erneuten Bewässerung gezielt austrocknen zu lassen. Dieses einfache, aber effektive Wassermanagement unterbricht die methanbildenden Prozesse im Boden, ohne die Pflanzenentwicklung oder die Erntequalität negativ zu beeinträchtigen.

Für landwirtschaftliche Betriebe gehen die Vorteile von AWD weit über reine Klimabilanzen hinaus. Gesteuertes Wassermanagement reduziert den Bewässerungsaufwand und den Energiebedarf für Pumpanlagen spürbar, was die Betriebskosten direkt senkt. Darüber hinaus fördert die intermittierende Austrocknung ein tieferes Wurzelsystem, was die Standfestigkeit der Pflanzen erhöht und in vielen Fällen zu höheren Erträgen im Vergleich zu dauerhaft überfluteten Systemen führt.

Die erfolgreiche Einführung dieser Praxis in den Anbauregionen erfordert jedoch ein präzises Monitoring der Bodenfeuchte auf Feldebene. Agronomen betonen, dass der Einsatz von perforierten Feldrohren entscheidend ist, um den Wasserstand exakt zu verfolgen und die Felder rechtzeitig vor dem Einsetzen von Trockenstress während der Blüte- und Kornfüllungsphase wieder zu fluten.

Was das für Landwirte bedeutet: Durch die Umstellung auf AWD können Reisbauern ihre Inputkosten für Wasser und Energie senken und sich gleichzeitig günstige Startpositionen auf aufstrebenden Märkten für CO2-Zertifikate sichern. Die Kombination aus reduzierten Betriebskosten und stabilen oder steigenden Markterträgen bietet einen handfesten wirtschaftlichen Anreiz für nachhaltiges Betriebsmanagement.

— Redaktion agronom.work