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Regenmangel in Rajasthan bedroht Kharif-Ernten bei Guar und Hülsenfrüchten

Regenmangel in Rajasthan bedroht Kharif-Ernten bei Guar und Hülsenfrüchten

Die agroklimatischen Bedingungen im indischen Bundesstaat Rajasthan werfen für die laufende Kharif-Saison erhebliche Sorgen auf. Ein anhaltendes Regendefizit in wichtigen landwirtschaftlichen Regionen hat Millionen Hektar regengebundener Ackerflächen in einen kritischen Trockenstress versetzt und gefährdet die erwarteten Sommerernten.

Zu den am stärksten gefährdeten Kulturen gehören Clusterbohnen, besser bekannt als Guar, sowie Hülsenfrüchte wie Moong und Moth. Rajasthan nimmt eine dominante Position in der globalen Guar-Produktion ein und ist die wichtigste Quelle für Guargummi, das in der europäischen Lebensmittelverarbeitung, Futtermittelindustrie und technischen Sektoren intensiv genutzt wird.

Das Ausbleiben ausreichender Monsun Niederschläge während kritischer Vegetations- und Blühphasen hat das Pflanzenwachstum stark eingeschränkt. Agronomen vor Ort berichten, dass lang anhaltende Trockenperioden auf vielen nicht bewässerten Flächen zu irreversiblen Welkeerscheinungen geführt haben, da die Erzeuger dort vollständig auf saisonale Regenfälle angewiesen sind.

Für europäische Agrarmärkte und industrielle Importeure bedeuten die Wetteranomalien in Indien unmittelbare Risiken für die Beschaffungsketten. Geringere Erntemengen in Indien führen routinemäßig zu Preissteigerungen bei Guarderivaten und importierten Hülsenfrüchten, was Verarbeiter und Futtermittelhersteller in der EU belastet.

Die landwirtschaftlichen Betriebe in den betroffenen Distrikten stehen nun vor schwierigen wirtschaftlichen Aussichten, da Ernteausfälle die saisonalen Einkommen bedrohen. Staatliche und private Beratungsdienste beobachten die Lage genau, wenngleich die Möglichkeiten zur Schadensbegrenzung auf unbewässerten Böden minimal sind.

— Redaktion agronom.work