Rumänien plant Wiederaufnahme der Schaf- und Ziegenexporte
Die rumänische Regierung unternimmt gezielte Schritte, um den internationalen Handel mit Schafen und Ziegen wieder zu ermöglichen. Nach den jüngsten Ausbrüchen der Pest der kleinen Wiederkäuer (PPR) sowie der Schaf- und Ziegenpocken wurde ein umfassender Aktionsplan erstellt, der der Europäischen Kommission zur offiziellen Prüfung vorgelegt wird.
Für die Landwirte hat das Exportverbot zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen und logistischen Problemen geführt. Da Rumänien ein bedeutender Produzent in diesem Bereich ist, trifft der Wegfall der Exportmärkte die hiesigen Betriebe besonders hart und drückt massiv auf die Erzeugerpreise im Inland.
Der in Brüssel eingereichte Plan sieht eine deutlich verschärfte Überwachung, strikte Einschränkungen beim Viehtransport in den betroffenen Gebieten sowie aufwendige veterinärmedizinische Prüfprotokolle vor. Diese Maßnahmen sollen die EU-Lebensmittelsicherheitsstandards vollumfänglich erfüllen und das Vertrauen in rumänische Tiertransporte wiederherstellen.
Agrarexperten weisen darauf hin, dass die Öffnung der Exportwege entscheidend für die Stabilität des Sektors ist. Da die Betriebskosten für Futtermittel weiterhin hoch bleiben, ist der Zugang zu internationalen Abnehmern die wichtigste Voraussetzung, um die Rentabilität der Schaf- und Ziegenhaltung langfristig zu sichern.
Worauf zu achten ist: Landwirte sollten ihre Bestandsregister und Veterinärbescheinigungen frühzeitig auf den neuesten Stand bringen, um bei einer möglichen Freigabe der Exporte sofort lieferfähig zu sein. Rechnen Sie zudem mit strengeren Kontrollen bei der Dokumentation von Tierbewegungen in den kommenden Monaten.
— Redaktion agronom.work