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TerraBlaster sammelt 12,5 Mio. USD für Echtzeit-Bodenanalyse

TerraBlaster sammelt 12,5 Mio. USD für Echtzeit-Bodenanalyse

Die Präzisionslandwirtschaft erlebt einen technologischen Sprung: Das Startup TerraBlaster hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 12,5 Millionen Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen nutzt die laserinduzierte Breakdown-Spektroskopie (LIBS) – eine Technologie, die ursprünglich für Bodenanalysen auf dem Mars entwickelt wurde –, um Stickstoff, Phosphor, Kalium und den pH-Wert direkt während der Fahrt über das Feld zu bestimmen.

Klassische Bodenproben, die im Labor analysiert werden, sind oft zeitaufwendig und bieten aufgrund der groben Rasterung (oft 1 Hektar oder mehr) nur ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Nährstoffverteilung. Die Hardware von TerraBlaster hingegen liefert hochauflösende Karten direkt vom Traktor oder ATV aus. Da die Auflösung von ca. 0,06 Hektar genau auf die Arbeitsbreite moderner Düngerstreuer abgestimmt ist, wird eine hochpräzise teilflächenspezifische Bewirtschaftung ermöglicht.

Das wirtschaftliche Potenzial ist beträchtlich: Durch die Vermeidung von Überdüngung in nährstoffreichen Zonen und die gezielte Versorgung von Mangelgebieten können Betriebskosten gesenkt und Erträge gesteigert werden. Erste Schätzungen des Unternehmens gehen von einer potenziellen Steigerung der Erträge um bis zu 20 % in defizitären Bereichen aus.

Die Markteinführung ist für 2027 geplant, wobei derzeit bereits Demonstrationen mit Landwirten und Einzelhändlern laufen. Das Ziel ist es, diese Sensorik langfristig direkt in Bodenbearbeitungs- oder Sämaschinen zu integrieren, sodass die Bodenkartierung quasi als „Beiprodukt“ bei der täglichen Feldarbeit entsteht.

Praktische Erkenntnis: Die Verfügbarkeit von Echtzeit-Bodendaten wird in den kommenden Jahren den Markt für Düngemittelanwendungen verändern. Achten Sie bei zukünftigen Investitionen in neue Traktoren oder Anbaugeräte darauf, inwieweit diese für die Integration von Echtzeit-Sensortechnologien vorbereitet sind, um Ihre Betriebsmittelkosten langfristig zu optimieren.

— Redaktion agronom.work