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Verzögerungen bei Sommerweizen in Russland beeinflussen Märkte

Verzögerungen bei Sommerweizen in Russland beeinflussen Märkte

Russland, der weltgrößte Weizenexporteur, hat aufgrund von außergewöhnlich starken Regenfällen und ungewöhnlich kaltem Wetter mit erheblichen Verzögerungen bei der Aussaat von Sommerweizen zu kämpfen.

Dies ist der schlechteste Start in die Frühjahrsaussaat seit vielen Jahren, was die gesamte Weizenernte des Landes stark gefährdet. Für den europäischen Agrarmarkt ist dies eine bedeutende Entwicklung, da sich Störungen der russischen Agrarexporte historisch gesehen spürbar auf die globalen Lieferketten auswirken.

Sommerweizen macht in der Regel einen kleineren Teil der russischen Gesamternte aus als Winterweizen, ist aber wichtig, um eventuelle Ausfälle früh im Jahr auszugleichen. Die anhaltende Kälte und die nassen Böden bedeuten, dass die verkürzte Vegetationsperiode selbst bei einer späten Aussaat zu geringeren Hektarerträgen und einem niedrigeren Proteingehalt führen könnte.

Für Landwirte in benachbarten europäischen Ländern wie Polen, der Ukraine und Rumänien könnte diese Situation später in der Saison weniger Konkurrenz auf den Exportmärkten bedeuten. Gleichzeitig erhöht es jedoch die Volatilität der weltweiten Getreidepreise, die nach wie vor sehr empfindlich auf Wetteranomalien reagieren.

Was das für Landwirte bedeutet: Europäische Getreideproduzenten sollten die Weizen-Futures an der MATIF in Paris genau beobachten, da ein verringertes russisches Angebot in den kommenden Monaten ein günstiges Preisfenster für die Vermarktung der eigenen Ernten schaffen könnte.

— Redaktion agronom.work