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EU-Parlamentarier fordern Unterstützung für Schaf- und Ziegenhalter angesichts der PPR-Krise

EU-Parlamentarier fordern Unterstützung für Schaf- und Ziegenhalter angesichts der PPR-Krise

Schaf- und Ziegenhalter in ganz Europa stehen vor einer wachsenden Krise, da Ausbrüche der Pest der kleinen Wiederkäuer (PPR) zu strengen sanitären Beschränkungen und Handelsverboten führen. Die Auswirkungen auf landwirtschaftliche Betriebe sind erheblich, da Quarantänezonen den Tierverkehr faktisch zum Erliegen bringen, die Weideplanung unterbrechen und den Verkauf von Tieren an wichtige Exportmärkte blockieren.

PPR ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die eine ernste Bedrohung für die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Zucht von kleinen Wiederkäuern darstellt. Für viele Produzenten in Rumänien und den Nachbarregionen führt die Unfähigkeit, Tiere zu Schlachthöfen oder Sekundärmärkten zu transportieren, zu einer plötzlichen Anhäufung von Kosten, einschließlich erhöhter Futterkosten und Ausgaben für veterinärmedizinische Überwachung, die im Jahresbudget nicht eingeplant waren.

Der rumänische EU-Abgeordnete Victor Negrescu betonte, dass die derzeitigen nationalen Ressourcen nicht ausreichen, um die Verluste der Landwirte in den betroffenen Zonen zu decken. Der Appell an die Europäische Kommission zielt darauf ab, spezifische finanzielle Entschädigungen zu sichern, die über die standardmäßige nationale Unterstützung hinausgehen und gezielt diejenigen unterstützen, die Bestände verloren haben oder Einkommenseinbußen aufgrund von Bewegungsbeschränkungen erlitten haben.

Im weiteren Kontext der europäischen Landwirtschaft verdeutlichen solche sanitären Krisen die Anfälligkeit der Lieferketten im Sektor der kleinen Wiederkäuer. Wenn lokale Lockdowns verhängt werden, erreicht der Dominoeffekt die Verarbeitungsbetriebe und Exporteure, was die Zuverlässigkeit der Versorgung für europäische Einzelhändler sowie Molkereien und Fleischbetriebe beeinträchtigt, die auf eine konsistente Beschaffung von Schaf- und Ziegenprodukten angewiesen sind.

Was das für Landwirte bedeutet: Erzeuger in Regionen, die an Ausbruchsgebiete angrenzen, sollten ihre Biosicherheitsprotokolle sofort überprüfen, um potenzielle quarantänebedingte finanzielle Einbußen zu vermeiden. Sollten regionale Bewegungsbeschränkungen eingeführt werden, sollten Landwirte alle damit verbundenen Kosten und Bestandsveränderungen genau dokumentieren, um zukünftige Anträge auf EU-Entschädigungen zu beschleunigen.

— Redaktion agronom.work